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1 -  Rund um den Klimawandel / Energiekonzerne / Antw:Biogas: Auch hier zocken Monopole über die Leitungsgebühren ab

Begonnen von laub 3000 - Letzter Beitrag von Sebastian Muschik am: 15. August 2010, 22:53:06

Nun so ist das zumindest bei unserem Stadtwerk laut Aussage des Stadtwerkes (echtes Stadtwerk 100% im Besitz der Stadt) nicht:

"Die vorgelagerten Netzbetreiber, die an das Verteilnetz der STAWAG Netz GmbH angeschlossen sind, messen monatlich den Brennwert. Daraus wird der monatliche Abrechnungsbrennwert gebildet. Für den Abrechnungszeitraum eines Kunden werden dann die monatlichen Brennwerte mit den monatlichen Einspeisemengen multipliziert und ein mengengewichteter Abrechnungsbrennwert ermittelt. "
Quelle: http://stawag.de/privatkunden/energie/gas/Gasumrechnung.html

2 -  Klimaschutz im Alltag / Mobilität und Verkehr / Antw:Greenpeace und das Elektroauto

Begonnen von Jim Bob - Letzter Beitrag von Jim Bob am: 02. Juli 2010, 09:01:27

In dem neuesten Blogbeitrag des Verkehrsexperten von Greenpeace, Herrn Lohbeck, ist die Rede von manipulativen Vergeichen von Seiten der Elektroauto Befürworter.
http://blog.greenpeace.de/author/wlohbeck/

Angeblich sollen von Befürwortern der Elektromobilität "Äpfel mit Birnen" verglichen worden sein.

Da Herr Lohbeck nun endlich die Quellen für seine Aussagen offen gelegt hat, kann man nun auch den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen prüfen, was ich nun auch getan habe.


Auf alle Aussagen konnte ich noch nicht eingehen, deshalb hier erstmal das vorläufge Resume:


Zitat aus dem Bog "Alle Vergleiche, die zu diesem Ergebnis kommen, basieren auf Vergleichen zwischen „Äpfeln und Birnen“ – "

Vergleiche die ich selbst in dem Blog von Herrn Lohbeck aufgeführt habe waren stets auf dem gleichen Fahrzeug mit identischen Fahrwerken basierend ( Smart und Mini ) eine bessere Grundlagen kann es eigentlich nicht geben !

Auch bin ich nie manipulativ vorgegangen und habe im Gegensatz zu Herrn Lohbeck stets meine Quellen offen gelegt, dass er dies nun auch tun ist sehr erfreulich und dient der sachlichen Diskussion.

 
Zitat "Im Detail: Es ist wohl unbestritten, dass ein heutiges konventionelles Auto nicht mehr als 100g CO2/km emittieren muss. Auch 80g CO2/km sind technisch kein Problem. Und zwar HEUTE, nicht in 10 oder 20 Jahren! Zur Erinnerung: Greenpeace hatte schon 1996 den SmILE (einem Akronym aus „Small, Intelligent, Light, Efficient“) vorgestellt, einen serienfähigen Viersitzer-Benziner, der – Entwicklungsstand 1993 ! - mit 76 g CO2/km auskommt"


Was die direkten Emissionen des Fahrzeuges betrifft, kann Herrn Lohbeck erst mal Recht geben.

Bloß, und das fällt mir leider unter anderem auch bei Herrn Lohbeck negativ auf, er verschweigt immer wieder die Emissionen die von der Ölquelle bis zum Tank*  entstehen.

Manipulativ ?


Das wären im Falle des durchaus bemerkenswerten SmILE Konzeptauto derzeit immerhin eine Beaufschlagung von 17%, der SmILE hat also in Wirklichkeit eine Gesamt CO2 Emission von knapp 98g.

( * Ölquelle bis Tank, auch Well To Tank genannt, Quelle: http://www.quicc.eu/Well-to-Wheel_de )

 
Das es bei diesem Wert in Zukunft aber nicht bleiben wird, habe ich hier belegt:

http://www.utopia.de/blog/jimbobs-nachhaltiger-blog/was-wird-besser-was-wird

Aus diesem Beitrag wird ganz klar, dass das Elektroauto von Jahr zu Jahr besser, das Auto mit Verbrennungsmotor hingegen jedes Jahr schlechter wird.

Was mich zudem äußerst stört ist die Vereinfachung auf die CO2 Thematik, was ist mit all den anderen Emissionen eines Verbrennungsmotor ?


Die Stickoxide, die zur Bildung von bodennahen Ozon beitragen, neben den negativen Auswirkungen auf die Atemwege, gilt auch das bodennahe Ozon als Klimagas.


Das Kohlenmonoxid, auch hier ein toxisches Gas, bei dem der Austoß des Verbrenners höher liegt als beim Elektroauto (auch bei Zugrundlegung des dt. Strommix)


Das Schwefeldioxid, Verursacher des sauren Regen.

 
Die Kohlenwasserstoffe, auch nicht unbedingt gesund !

 
Die Feinstäube, trotz Filter gelangen hier nach wie vor Anteile in die Umwelt und belasten Umwelt und Klima.


Und Schlussendlich die Lärmemissionen, auch hier das Elektroauto im klaren Vorteil !

 

Zitat "Und was emittiert ein Electric Vehicle heute?"

 

Auch hier könnte ich Herrn Lohbeck Manipulation vorwerfen, nimmt er hier doch Schätzungen des bmu aus 2008 für das Jahr 2009 !


Ich halte mich dann eher an aktueller Daten wie die von Greenpeace Energy http://www.greenpeace-energy.de/oekostrom/strommix/stromkennzeichnung.html

Demnach ist der aktuelle Wert 506g/kWh und damit ergeben sich bei 12 kWh Verbrauch des e-Smart Emissionen von knapp 61g CO2/km.


Zitat"Die entsprechende Dieselversion braucht 3,3 Liter Kraftstoff und emittiert demnach 86 Gramm CO2/km."

 
Und auch hier wieder das Versäumnis der Well To Tank Beaufschlagung, ein Diesel müsste unter 2,8 Liter Verbrauch liegen um die Gesamtemissionen von 86g (Well To Wheel) einzuhalten !

 

Um auf die 61g Gesamtemissionen des Elektrosmart  zu kommen,  müsste der Verbrauch eines Diesel bei Einbezug der Well To Tank Emissionen unter 2 Liter liegen !

2020, auf Grund der steigenden Well To Tank Emissionen, sogar unter 1,9 Liter.


Zitat "Ein leicht verändertes Bild zeigt sich, wenn der Energieverbrauch betrachtet wird. Der E-Smart braucht 142 Megajoule (MJ)/100 km, der Diesel nur 125 MJ (http://www1.adac.de/Auto_Motorrad/Umwelt/Elektroauto/default.asp#atcm:8-227966),  A.Friedrich/ R.Petersen: Der Beitrag des Elektroautos zum Klimaschutz, 2009."(http://www.dielinke-europa.eu/fileadmin/PDF/MEP_Materialien/Gutachten.pdf )

 
Sorry, aber ich erkenne keinen Sinn in dieser unsinnigen hin und her Rechnereien mit MJ in der verlinkten Studie ?

Der Verbrauch eines Elektroauto wird in der elektrischen Arbeit gemessen also in kWh.

Benzin hat in etwa einen Brennwert von 10kWh, das ist Usus im Vergleich von Verbrauchswerten Verbrenner gegen Elektroantrieb, alles andere dient wohl eher dazu zu irritieren !

Manipulation ?

 
Zitat "Das führt dazu, dass die derzeit bekannten realen Verbräuche sich wie folgt darstellen:

Smart e-drive (http://www.autobild.de/artikel/smart-electric-drive_1024301.html): 26,5 kWh/100km

Mitsubishi i-Miev (http://www.autobild.de/artikel/vier-tage-mitsubishi-i-miev.-teil-1-dienstag_947361.html): 21,2 kWh/100km

E-Mini (http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mini-e-kultmobil-mit-e-motor-691102.html): 25 kWh bzw. knapp 30 kWh/100km (http://www.sueddeutsche.de/automobil/692/493043/text/7/)"

 
Zum Smart e-drive:  hat Herr Lohbeck da einen anderen Bericht gelesen?

In dem zum aufgeführten Link steht, ich zitiere:

In Saint-Tropez stehen 138 Kilometer auf dem Zähler, der Akku zeigt 24 Prozent Rest-Kapazität, 40 Kilometer wären noch drin.

Bei einer Akkukapazität von 16,5 kWh und einer angenommenen Reichweite von 178 km komme ich auf einen Verbrauch von knapp 9,3 kWh, in CO2 Ausstoß ausgedrückt, rund 47g pro km !


Nun zum i-Miev:  auch hier komme ich auf ganz andere Ergebnisse.

Angaben laut Autobild, Tag1: 7,91kWh auf 54,4km, ergibt meiner Rechnung nach rund 14,55 kWh auf 100.

Tag 2: 15,49 kWh auf 127 km, ergibt knapp 12,2kWh/100km.



Dann noch zum E-Mini:  auf dem ersteren Link kann ich keine ermittelten Verbrauchswerte entdecken.

Bei dem Test des SZ Journalisten war zum einen Winter zum anderen ist kaum nachvollziehbar mit welchem Fahrstil der Tester unterwegs war.

Nun zu den Ausagen des Berichtes,


ich zitiere: Von Volltanken zu Volltanken gerechnet verbrauchte der Mini an kalten Tagen Mitte Oktober 34 Kilowattstunden pro 100 Kilometer.


Also ist mit Sicherheit die Heizung gelaufen und in Benzin umgerechnet entspräche das 3,4 Liter. Den Mini mit 150 kW Benzinmotor möchte ich sehen, der im Winter 3,4 Liter braucht.

Aber ziehen wir doch mal zum korrekten Apfel mit Apfel Vergleich reale Verbrauchswerte eines vergleichbaren Benziner Mini heran !


Gute Daten, da im realen Verkehr ermittelt, findet man im Spritmonitor: http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/30-Mini/0-Alle_Modelle.html?fueltype=2&power_s=150&power_e=200[/b]

Der durchschnittliche Verbrauch der 50 Autofahrer die einen leistungsmäßig mit dem e-Mini vergleichbaren Benziner Mini fahren, haben einen durchschnittlichen Verbrauch von 10,1 Liter ermittelt und dass über eine Aussagefähige Strecke von über 100.000 Kilometer.

Die CO2 Bilanz würde demnach wie folgt aussehen:

e-Mini im deutschen Strommix 506 x 34 = 17204, also rund 172 g als Spitzenwert.

bei einem gemittelten Wert, die Spanne des SZ Journalisten ging ja von 22 bis 34, von sagen 28 kWh komme ich auf CO2 Emissionen von knapp 142g.

Nun der Benziner, mit einem Verbrauch von 10,1 Liter entspricht das Fahrzeugemissionen von 235,3 g pro km plus der Well To Tank Beaufschlagung komme ich auf 275,3 g CO2 Gesamtemissionen pro km ! Also fast das doppelte des Elektroauto !

3 -  Rund um den Klimawandel / Klimapolitik / Mit "Gutem Leben" die Welt retten?

Begonnen von laub 3000 - Letzter Beitrag von laub 3000 am: 22. Juni 2010, 10:46:06

Viele suchen nach neuen Wegen Umwelt- und Klimaschutz voranzubringen. Einer wurde auf dem Klimaforum in Bonn
http://wir-klimaretter.de/konf-bonn-hintergr-mainmenu-653/6034-klimaforum-zivilgesellschaft-in-bonn
auf dem Abschlusspanel vorgestellt, hier Audio-Ausschnitte:
http://www.vimeo.com/12453331
(der vorige Link ohne Bedienungsleiste wie Stopp Button etc. wurde durch diesen ersetzt)

In weniger gerechten und weniger nachhaltigen Gesellschaften sind die Menschen unzufriedener - und es gibt z. B. mehr Kriminalität und Krankheiten.

Forscher sagen außerdem, dass zunehmender materieller Wohlstand ab einer Grundversorgung nicht glücklicher macht.
Viel wichtiger dafür ist es u. a. mehr Zeit zu haben, selbst bestimmt und die Gesellschaft mit bestimmend leben zu können.

kurzer Überblick zur Glücksforschung
http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/glueckliche-griesssuppenloeffler/   

Liegt hier der Keim einer Bewegung weg von hohem Ressourcenverbrauch und der Vernichtung unserer Lebensgrundlagen?
Und wenn sich viele in Zeiten der Wirtschaftskrise an das Bestehende klammern, ist das dafür ein Hindernis oder kann dieses auch ein Umdenken fördern?

4 -  Aktiv gegen Kohlekraft / Termine / Aktionen / Veranstaltungen / T Shirts austeilen

Begonnen von JuliaBandes - Letzter Beitrag von JuliaBandes am: 17. Juni 2010, 11:03:50

Hallo zusammen,

Ich habe mir mit ein Paar Freunden überlegt, das wir mit selbst gestalteten T Shirts auf Umweltprobleme aufmerksam machen könnten, die wir an Passanten verschenken. Wir haben schon einige Ideen und sind gerade dabei, das Design für das erste T Shirt fertigzustellen. Ich wollte die T Shirts bei dieser Stickerei bedrucken lassen. Was meint ihr, würde sich das lohnen, oder kennt ihr auch günstigere Anbieter? Außerdem, wo kann man billige, unbedruckte T Shirts en gros bestellen?

Vielen Dank schonmal und liebe Grüße,
Julia.

5 -  Klimaschutz im Alltag / Mobilität und Verkehr / Antw:Greenpeace und das Elektroauto

Begonnen von Jim Bob - Letzter Beitrag von Jim Bob am: 03. Mai 2010, 11:26:09

Hallo Udo,
ich finde die Argumentation die Du hier anbringst für wenig zielführend.

Möchtest Du die restlichen 20 % Menschen die in ländliche Gebieten wohnen zwangsumsiedeln ?

Auch bei der Infrastruktur ist das zu kurz gedacht, benutzen nicht auch der öffentliche Verkehr die weitgehend vom Individualverkehr finanzierten Verkehrswege ?

Du wirst auch wohl kaum eine gewachsene Struktur in einer Gesellschaft von eben auf nacher umstellen können.

Es wird auch immer Bereiche geben die du ohne individuelle Verkehrsmittel nicht vernünftig abdecken kannst, willst Du diese Menschen von der Außenwelt abhängen ?

Vernünftiger Ausbau des öffentlichen Verkehr, da wo sinnvoll und effizient, ist ein absolutes muss.
Aber dies überall zu fordern bringt uns nicht weiter, hier ist vielmehr ein größerer Einsatz von Intelligenz bei der Verzahnung der Verkehrsmittel und die effizientere Ausnutzung durch organisierte Mitfahrgelegenheiten gefragt, die technischen Voraussetzungen hierfür gäbe es jedenfalls.

 

6 -  Klimaschutz im Alltag / Mobilität und Verkehr / Antw:Greenpeace und das Elektroauto

Begonnen von Jim Bob - Letzter Beitrag von Udo54 am: 02. Mai 2010, 13:16:08

Hallo,

ich finde nicht, dass ökologisch denkende Menschen das Eigentum an Automobilen anstreben sollten.

Die Reduzierung der Probleme des Autoverkehrs auf Fragen des Antriebs und der Energieversorgung finde ich falsch. Autoverkehr, auch wenn er elektrisch erfolgt, hat ja noch wesentlich mehr Konsequenzen.

Diese sind z.B. die notwendige Bereitstellung von Infrastruktur, die auch mit Umweltzerstörung verbunden ist und eine Kapitalbindung, von Kapital, welches für andere Zwecke besser verwendet werden könnte.

Es muss also auch darum gehen die Millionen Autos, die am Straßenrand, in Garagen, auf Parkplätzen und in Parkhäusern, deren Betrieb und Bau auch Energie und Geld verschlingt, verschwinden zu lassen.

Daher sollten Privatautos zukünftig die Ausnahme sein, ebenso wie die Benutzung eines Autos. Mehr als 80% der Menschen in Deutschland leben in Städten. Wesentliche Vorgänge des täglichen Lebens lassen sich daher mit anderen Verkehrsmitteln als mit Autos erledigen.

Wir sollten von unserer Autofixiertheit wegkommen und andere Wege verfolgen.

Für die noch verbleibenden 5% Rest-Autoverkehre wäre das Elektroauto goldrichtig.

Mit freundlichen Grüßen

Udo Schuldt

7 -  Klimaschutz im Alltag / Mobilität und Verkehr / Antw:Greenpeace und das Elektroauto

Begonnen von Jim Bob - Letzter Beitrag von Jim Bob am: 29. April 2010, 08:37:51

Moin Udo,

Du hast natürlich Recht, das Elektroauto allein wird nicht die Lösung sein.

Aber gerade das Elektroauto lässt sich vorzüglich in neue Verkehrskonzepte einbauen, Konzepte hierzu gibt es schon zu Hauf:

http://www.rinspeed.ch/pages/content/frames_d.htm

http://www.hamburggoesgreen.de/citycarconcept/22-news3

Und letztlich sollte auch die komplette Ökostrom-Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs beschleunigt werden !

Was nützt es wenn ich allein im , mit Ökostrom geladenen, Elektroauto fahrend, letztlich eine bessere Umweltbillanz habe, wie das mit der Bahn oder im Dieselbus derzeit der Fall ist.  :-[

Aus der offiziellen Information der Bahn kann man schließlich entnehmen das derzeit immerhin noch 52g CO2 , 0,02g Kohlenmonoxid, 0,01g Kohlenwasserstoffe, 0,07g Stickoxide und 0,001g Partikel pro km emitiert werden, ein mit Ökostrom geladenes Elektroauto weißt da bessere Werte auf !


Gerade für die Bahn könnte das Elektroauto ein idealer Partner sein.


Da beim Elektroauto ja immer wieder die Reichweite und das Aufladen noch nicht optimal gelöst ist, wäre das doch wiederum ein Trumpf für die Bahn.

Warum nicht spezielle Bahnhöfe auf denen ich einfach in ein Containergerüst fahre, wo dann gleich eine Ladebuchse für mein Elektroauto ist, dass dann ohne großen Zeitaufwand auf entsptrechende Waggons geladen wird.

Längere Strecken liesen sich dann bequem mit dem Zug bewältigen und am Zielbahnhof wäre mein Elektroauto dann aufgeladen um an mein letztlichen Zielort zu gelangen.

Das wäre bequem, umweltfreundlich und schnell !

Verleihstadionen für Pedelec, Elektroleichtfahrzeuge und auch Elektroautos wäre z.B. auch eine Ideale Ergänzung für die Bahn, in solche Projekte sollte man investieren und nicht in irgendwelche Prestigebahnhofsbauten wie z.B. in Stuttgart !

Aber wie immer ist Phantasie gefragt und die vermisse ich in Diskussionen um den Verkehr immer wieder, leider gibt es meist nur entweder oder !


8 -  Klimaschutz im Alltag / Mobilität und Verkehr / Antw:Greenpeace und das Elektroauto

Begonnen von Jim Bob - Letzter Beitrag von Udo54 am: 27. April 2010, 20:48:00

Hallo Jim,

meiner Meinung nach hast du recht. Greenpeace bedenkt überhaupt nicht die Weiterentwicklung des Elektroautos und die Tatsache, dass zukünftig ein völlig anderer Strommix die Berechnungsgrundlage sein wird.

Die politischen Entscheidungen müssen zukünftig trotzdem vor allem den Fahrradverkehr und öffentliche Verkehrsmittel fördern. Die Straßenbahn hat trotzdem immer noch eine bessere Bilanz wie das Elektroauto.

Für den Restverkehr bietet sich dann das Elektroauto an. Mein Modell ist dabei die Insel Langeoog.

Mit freundlichen Grüßen

Udo Schuldt

9 -  Klimaschutz im Alltag / Mobilität und Verkehr / Greenpeace und das Elektroauto

Begonnen von Jim Bob - Letzter Beitrag von Jim Bob am: 27. April 2010, 08:39:49

Greenpeace und insbesondere deren sogenannter "Verkehrsexperte" Herr Lohbeck hat in Vergangenheit immer wieder Aktionen gegen das Elektroauto in Verbindung mit den großen Stromkonzernen durchgeführt.

War dies meist, durch Zugrundelegung falscher Daten, schon sehr grenzwertig, schießt Herr Lohbeck von Greenpeace (übrigens gelenter Architekt) die letzte Zeit generell, mit immer wieder falschen Daten und sehr undifferenziert gegen das Elektroauto.

Letzter Clou des Herrn Lohbeck http://www.wir-klimaretter.de/nachrichtensep/mobilitaet-nachrichten/5722-verbrennungsmotor-verbessern-statt-elektromobilitaet

Hier zu den Aussagen des Herrn Lohbeck:

...Durch E-Autos würde nicht mehr CO2 gespart als mit einem Tempolimit.

Das mag sein, aber ist es nicht viel inteligenter beides zu fordern ?


...Derzeit belaste jedes Elektroauto durch den notwenigen Strom aus der Steckdose das Klima mit anderthalb bis doppelt so viel CO2 wie ein herkömmliches Fahrzeug.


Diese unsinnige Aussage des Herrn Lohbeck wurde schon mehrfach wiederlegt, ich tue dies hier gerne nochmals.

Hierzu nehme ich den Smart als Beispiel heran, da es diesen als Benziner, Diesel und Elektroauto gibt.

Der sparsamste Smart Diesel hat einen CO2 Ausstoß von 88 g pro km (Fahrzeugausstoß), dass diese Angaben aber nicht realitätsnah sind weiß eigentlich jeder.

In der Regel geht man von 25% höheren Verbrauchswerten aus, schließlich fahren die meisten Menschen ja auch nicht unbedingt sparsam.

On Top kommt noch der Ausstoß hinzu, der entsteht um das Diesel zu transportieren und die Erzeugung, das sind beim Diesel noch mal 19 % Aufschlag.

Der Dieselsmart stößt also tatsächlich rund 88g + 25 % + 19% also insgesammt  rund 130 g CO2 pro km aus.

Beim Benziner sieht es ähnlich aus, 103 g sind angegeben + 25% tatsächlicher Verbrauch + 17% Transport und Produktion beim Benziner, ergeben einen realen Ausstoß von rund 150 g !

Nun zum Elektrosmart, dieser wird mit einem Verbrauch von 13 kWh angegeben, gerne rechne ich dort noch die 25% evtl. Mehrverbrauch hinzu. ( Das dies ein dzrchaus realistischer Wert ist zeigt uns der Einwochentest von Spiegel-Online mit dem Elektrosportwagen Tesla, der über diese Zeit einen Durchnittsverbrauch von 15,5 kWh hatte )


Als Berechnungsgrundlage hätten wir dann 16,25 kWh Verbrauch ab Steckdose, der aktuelle dt. Strommix hat einen CO2 Austoß von 506g an der Steckdose !

16,25 x 506 / 100 = 82,225 g pro km !

Jetzt kommt noch hinzu das gerade der Dieselmotor noch weitere Klimarelevante Ausstöße hat, wie z.B. die Stickoxide die unter anderem auch das bodennahe Ozon bilden.

Ozon ist zum Einen ein Klimaerwärmentes Gas und zum anderen beeinträchtigt es in höheren Konzentrationen die Atemwege.
Zu nennen wäre auch noch das Kohlenmonoxid als indirektes Klimagas und die Toxizität dieses Gases.

Klimarelevant sind außerdem auch die Feinstäube die auch durch den Rußfilter nicht komplett zu eliminieren sind.

Als weiterer Faktor muß auch noch die Entwicklung beim Strommix betrachtet werden, dieser bleibt ja nicht beim aktuellen Wert von 506g pro kWh stehen, sondern verringert sich von Jahr zu Jahr.
In dieser Prognose : http://www.solar-verein.de/BWP_Stawiarksi_HeizAktiv_Freigabeversion_2009-04-02.pdf wird für 2020 eine CO2 Emission für den dt. Strommix von 359 g prognostiziert, das heißt also ein E-Smart hätte 2020, die 25% Mehrverbrauch eingerechnet einen CO2 Ausstoß von rund 58g !

Um diesen Wert mit einem Diesel zu erreichen müsste dieser einen realen Verbrauch von rund 1,8 Liter haben !


...Weit mehr Potenzial zur Verbesserung des Klimaschutzes als ein E-Auto bietet seiner Meinung nach der Verbrennungsmotor. Der Durchschnittsverbrauch von heutigen Pkw könne sich von etwa 7,5 Liter je nach Modell auf bis zu 2,5 Liter drücken lassen – eine Effizienzsteigerung, die viele Elektrofahrzeuge nicht aufwiegen könnten.

Na dann vergleichen wir mal die eine Mio. Fahrzeuge die 2020 mit elektrischem Antrieb fahren sollen.
Mal angenommen, was sehr unrealistisch ist, der Autoindustrie würde es tatsächlich gelingen Autos mit 2,5 Liter Verbrauch zu bauen. Ich gehe jetzt mal von je 50% Diesel und 50% Benziner aus.

Ein Benziner mit diesem Verbrauch hat einen Ausstoß von rund 58 g + 17% Transport und Produktion des Benzines kommen wir auf rund 68g CO2 pro km.
500.000 Fahrzeuge dieser Art würden pro km 34 Tonnen CO2 ausstoßen, bei durchschnittlich 12.000 km pro Jahr bedeutet das einen Gesammtausstoß von 408.000 Tonnen CO2.

Beim Diesel sieht es folgendermaßen aus, bei 2,5 Liter Verbrauch 66g CO2 + 19% Transport u. Produktion = ~78,5g
Bei 500.000 Fahrzeugen kommen wir auf 39,25 Tonnen mal 12.000 = 471.000 Tonnen.

Eine Mio Spritrfahrzeuge hätten dann zusammen einen Ausstoß von 879.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Nun das Elektroauto, hier kann ich realistisch von maximal 0,15 kWh pro km Verbrauch ab Steckdose ausgehen. Eine Mio Elektroautos verbrauchen dann 150.000 kWh pro km x 12.000 =1.800.000.000 kWh x 0,359 Kg =  646.200.000 kg, sprich 646.200 Tonnen CO2.

 
Durch das Elektroauto hätten wir uns dann immerhin 194.800 Tonnen CO2 Ausstoß pro Jahr gespart !

Wobei ich ewähnen möchte das ich einen Verbrauch von 2,5 Liter für sehr unrealistisch halte, dies dürfte wohl nur mit extremem Leichtbau und sehr windschnittigen Karosserien möglich sein.

Diese Maßnahmen würden aber auch den Verbrauch bei Elektroautos nochmals reduzieren, hier gibt es ja auch schon Fahrzeuge wie den CityEl und den Aptera die mit rund 6 kWh auf 100 km auskommen, was bei dem Strommix von 2020 einem CO2 Ausstoß von rund 22g pro km entsprechen würde. Zum Vergleich der Benziner mit 2,5 Liter Verbrauch, 68g !


Man kann es also drehen und wenden wie man will, der Elektroantrieb ist in jeder Hinsicht dem Verbrennungsmotor überlegen !

Ps. Das Elektroauto würde automatisch zu einem Tempolimit führen, da diese eh meist zwischen 130-140 km/h elektronisch abgeregelt werden, um somit eine möglichst hohe Reichweite zu bekommen !

10 -  Klimaschutz im Alltag / Konsum und Ernährung / Antw:Umweltfreundliches Essen

Begonnen von JuliaBandes - Letzter Beitrag von Udo54 am: 02. April 2010, 21:35:02

Hallo Julia,

mir scheint, dass ist ganz häufig so, dass gemeinschaftlich genutzte Güter zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Z.B. Carsharing, Gemeinschaftswaschmaschinen, Rasenmäher usw.

Mit freundlichen Grüßen

Udo

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